Saudischer Luftschlag tötet verbündete Soldaten, Krieg im Jemen flammt wieder auf


Frauen nehmen in der von den Huthis eingenommenen jemenitischen Hauptstadt Sanaa an einem bewaffneten Marsch zur Unterstützung der Rebellen teil. (Foto: dpa)

Frauen nehmen in der von den Huthis eingenommenen jemenitischen Hauptstadt Sanaa an einem bewaffneten Marsch zur Unterstützung der Rebellen teil. (Foto: dpa)


Der "vergessene" Krieg im Jemen tobt weiter - sogar noch schlimmer als zuvor.

Mindestens zwölf jemenitische Soldaten der Koalition wurden bei einem Luftangriff der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition im Jemen versehentlich getötet. Das berichtete "TRT World". Außerdem wurden mindestens acht Soldaten verletzt. Drei Militärfahrzeuge wurden komplett zerstört, zwei davon mit automatischen Waffen ausgestattet. Der Unfall ereignete sich in Shabwa, einer der 22 Provinzen des Jemen. Es liegt im zentralen Teil des Landes, umfasst eine Fläche von 47.700 Quadratkilometern (Vergleich: etwa 3 mal so viel wie Schleswig-Holstein) und ist sehr dünn besiedelt (Vergleich: Schleswig-Holstein) Die Bevölkerungsdichte beträgt 16 mal so hoch) dicht besiedelt).

Aus offizieller Sicht ist kein Mitglied des Militärbündnisses zu einer Stellungnahme bereit. TRT erhält Informationen von Beamten, die Informationen anonym veröffentlichen.

Vorfälle dieser Art sind nicht die ersten: Unionssoldaten sind schon oft bei Angriffen ihrer eigenen Luftwaffe ums Leben gekommen.

Am vergangenen Samstag hat die Koalition einen heftigen Angriff auf ihre gegnerischen Huthi-Rebellen gestartet. Ein Sprecher der Koalition erklärte, man bereite sich auf "militärische Großeinsätze" vor. Die Kämpfe zwischen der Koalition und den Huthis haben sich seit mehreren Monaten verschärft.

Der Bürgerkrieg im Jemen tobt seit 2014, als schiitische Houthi-Rebellen mit Unterstützung des Irans Sanaa, die dicht besiedelte Hauptstadt im Westen des Landes, besetzten. Im März 2015 intervenierte die von Saudi-Arabien geführte und von den USA unterstützte Arabische Liga der Arabischen Staaten sowie weitere Vertreter des jemenitischen Präsidenten Abdul Rabo Mansour Hadi. Seitdem hat der arme Jemen (mit nur wenigen afrikanischen Ländern auf der "Human Development List" dahinter) einen tragischen Krieg geführt, der schätzungsweise mehr als 100.000 Tote gefordert hat. Internationale Hilfsorganisationen bezeichneten den Krieg als die schlimmste humanitäre Katastrophe der Welt.



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