Nun auch Après-Ski-Partyvideos aus Schladming aufgetaucht


Der Nachtslalom 2020 fand noch mit Publikum statt © APA/ERWIN SCHERIAU

Der Nachtslalom 2020 fand noch mit Publikum statt © APA/ERWIN SCHERIAU


Jugendliche zeigen sich in den sozialen Medien beim Feiern im steirischen Skigebiet. Die Inzidenz ist in der Gegend sehr hoch – kurz vor dem Night Race.

Der Bezirk Liezen ist mit einer 7-Tages-Inzidenz der aktuelle Corona-Hotspot in der Steiermark: Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zählt derzeit rund 1.430 Personen. Das ist ein riesiger Ausreißer unter anderen guten Bilanzen in den Bundesländern: Die Steiermark hat eine landesweite 7-Tage-Inzidenzrate von 838 – ein Drittel des Wertes in Tirol.

Schladming liegt am Stadtrand von Liezen: Noch ungewöhnlicher ist der Wintersportort mit seiner 7-Tage-Morbidität. Derzeit sind 320 Menschen aktiv mit dem Coronavirus infiziert, mit einer Rate von 4.870 – so hoch wie derzeit nirgendwo sonst. Doch nun steht Schladming zusammen mit der Planai und dem berühmten Zielstadion wieder im Rampenlicht der Skiprofis: Am 25. Jänner findet der Nachtslalom der Herren statt.

VIP-Zelt mit Ausschank geplant 

Der ÖSV hat bei der Bezirksregierung 1.000 Zuschauer für das Nachtrennen beantragt. Liezens Bezirksbürgermeister Christian Sulzbacher sieht keine größeren Probleme mit fest zugeteilten Tribünenplätzen, 2-G+ (geimpft oder genesen mit zusätzlichen PCR-Tests) und Masken.

Aber: Der ÖSV hat laut Sulzbacher auch an VIP-Zelte gedacht - mit Bars und Buffets. Der Behördenchef hat sich kürzlich besorgt geäußert: Sulzbach stellte fest, dass einige „Superspreader und wir einen neuen Cluster haben“. Eine endgültige Entscheidung darüber, was genehmigt wird und was nicht, wird am Donnerstagmorgen getroffen. Derzeit läuft ein Treffen.

Verbotene Feiern online

Auch die Bezirksregierung hat genug, um sich von Skizirkussen fernzuhalten: Kürzlich tauchten auf der bei Jugendlichen beliebten Videoplattform TikTok Aufnahmen einer gut besuchten Party auf, die in Schladming entstanden sein sollen.

So sind sie zumindest gekennzeichnet. In wenigen Sekunden sieht man alles, was eigentlich nicht passieren darf: kein Abstand, keine Masken, Trinken im Stehen wie eine Bar in einer Bar, aber bekanntlich verboten. Laut Sulzbach kannten die Behörden das Unternehmen, das die Videos angeblich aufgenommen hatte. Der Jurist sagte der Kleinen Zeitung, derzeit seien zehn Verfahren anhängig.



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