Krankenhäuser melden hohe Verluste und Personalnot


Die Kliniken der Region Hannover (hier im Bild das Klinikum Agnes Karll in Laatzen) rechnen schon jetzt auch für 2022 mit Verlusten. (Bild: Tim Schaarschmidt)

Die Kliniken der Region Hannover (hier im Bild das Klinikum Agnes Karll in Laatzen) rechnen schon jetzt auch für 2022 mit Verlusten. (Bild: Tim Schaarschmidt)


Den Kliniken in Deutschland geht es wirtschaftlich enorm schlecht. Vor allem die Pandemie spiele dabei eine große Rolle. Ausgleichszahlungen decken die Kosten nicht ab. Und auch die Personalsituation spitzt sich weiter zu.

Den deutschen Kliniken geht es finanziell schlecht – so schlecht wie seit 20 Jahren nicht mehr. Das ist das Ergebnis des aktuellen Krankenhausbarometers des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI).

Es gibt viele Gründe für diese Situation. Vor allem aber ist die Pandemie die Ursache dafür. Obwohl es viele Corona-Patienten gibt, ist die Auslastung deutlich geringer. Die Operation wurde abgesagt oder verschoben, um die benötigten Betten für die Corona-Patienten bereitzustellen. Andererseits ist die Zahl der Patienten, die aus Angst vor einer Ansteckung in die Klinik kommen oder sich in ärztliche Behandlung begeben, deutlich zurückgegangen.

Verlust auch für 2022 erwartet

Auch das Krankenhaus Hannover ist 2021 ratlos. Niko Gerdau, Sprecher des Klinikums Hannover, sagte: „Die Auswirkungen der Pandemie und die daraus resultierenden Behandlungseinschränkungen und -einschränkungen aufgrund verschärfter Gesundheitsmaßnahmen werden auch die Wirtschaft von KRH im Jahr 2021 stark treffen. Entwicklung.“ Das Hannoveraner Krankenhaus gehört dazu. Einschließlich Kliniken in Chengbei und Siloam. Obwohl die Auswirkungen teilweise durch Bund und Kostenträger kompensiert werden, ist davon auszugehen, dass die diesjährigen Ergebnisse geringer ausfallen werden als zunächst erwartet. Auch für 2022 rechnet die Klinik mit einem negativen Ergebnis.

Ausgleichszahlungen gefordert

Auch die Medizinische Hochschule Hannover prognostiziert, dass „im Jahr 2021 Betriebsausfälle eintreten werden“. Sprecher Stefan Zorn (Stefan Zorn) nannte die Gründe für die Belastungen durch die Pandemie, etwa Mehrkosten für Schutzmaterialien, freie Betten und verzögerte Behandlungen, die zu Einkommenseinbußen führten. Die Entschädigung deckt diese Verluste nicht vollständig ab. Zorn forderte deshalb "Ausgleichszahlen, die die Mehrkosten und den Einkommensausfall vollständig kompensieren können." So viel wie möglich.

Diakovere wollte sich zur Einschätzung des Haushaltsjahres nicht äußern, da es noch zu früh ist. Trotzdem kündigte Sprecher Matthias Büschking an, dass sich "die gesamte Branche in einem langfristigen Abschwung befindet".

Personal händeringend gesucht

Ein wachsendes Problem ist der Leerstand von Kliniken. Schon vor der Pandemie hatte die Pflegebranche damit zu kämpfen, das Problem des Fachkräftemangels zu lösen. MHH-Sprecher Zorn erklärte: „Weil während der Pandemie alle unter enormem Druck stehen und gleichzeitig aufgrund des geringen gesellschaftlichen Respekts für die Pflegebranche die Branche an Attraktivität verloren hat.“ • Unterstützung, um junge Menschen zu motivieren, diesen Beruf bis zum Schulabschluss zu ergreifen.

Das Landeskrankenhaus Hannover hat im Jahr 2018 Maßnahmen zur Bewältigung der Personalsituation ergriffen. Zu diesen Aktivitäten gehören beispielsweise "Mittelmäßig, Abenteurer, Guter Kerl" und "Mein Lieblingsteam". Dennoch spürte auch KRH die zusätzlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. „Wir werden unsere Anstrengungen weiter intensivieren, um potenziellen Bewerbern attraktive Arbeitsplätze bieten zu können.“ Derzeit gibt es rund 130 Stellen im Pflege- und Sanitätsdienst.



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