Intel's Megafabrik in Magdeburg


Intel baut seine neue Chip-Fabrik in Magdeburg. Die Entscheidung ist am Dienstag bekanntgegeben worden. (Bild: intel Cooperation)

Intel baut seine neue Chip-Fabrik in Magdeburg. Die Entscheidung ist am Dienstag bekanntgegeben worden. (Bild: intel Cooperation)


Intel kommt nach Magdeburg. Das bestätigte der Chipriese am Dienstag. Der amerikanische Konzern will dafür mehrere Milliarden investieren. Jetzt hofft man auch auf einen ICE-Halt in Magdeburg.

Tausende neue Arbeitsplätze werden in den kommenden Jahren in Magdeburg geschaffen. Denn jetzt ist es offiziell: Intel baut mehrere Chipfabriken in Magdeburg. Intel CEO Pat Gelsinger gab die Neuigkeiten am 15. März 2022 in einem Livestream bekannt.

17 Milliarden Euro wollte Intel zunächst in zwei Halbleiterfirmen investieren, bis zu sechs Fabriken sollen folgen. Bundeskanzler Reiner Haseloff (CDU) sprach auf einer Pressekonferenz über die größten Investitionen in Sachsen-Anhalt und Europa.

Investition von 80 Milliarden Euro in Magdeburg

Das Unternehmen wird im Gewerbegebiet Eulenberg und im Sülzetal angesiedelt. Die Bauarbeiten sollen im ersten Halbjahr 2023 beginnen. Die Produktion soll 2027 starten. Insgesamt werden in den nächsten zehn Jahren bis zu 80 Milliarden Euro investiert.

Intel wird in Magdeburg 3.000 dauerhafte Hightech-Arbeitsplätze sowie 10.000 Arbeitsplätze für Zulieferer und Partner schaffen.

Einerseits will Intel Prozessoren und Grafikchips produzieren, die unter der eigenen Marke vertrieben werden, andererseits als Auftragsfertiger für Drittkunden im Rahmen von Intels Foundry Services (IFS).

Hasseloff: „Wir freuen uns sehr, dass wir Deutschland an die Spitze bringen können.“ Er ist dankbar, dass Intel mitten in Deutschland, mitten in Europa sitzt. „Das ist eines der größten Investitionsprojekte in Deutschland und Europa, ein Riesensprung für Sachsen-Anhalt.“ Und: „Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit.“

In Magdeburg soll nun „Intel City“ entstehen. Laut dem Premierminister wird es eine Insel von Arbeitsplätzen sein, die über den ganzen Globus verteilt sind. „Wir lassen Intel nicht im Stich. Jeder Intel-Mitarbeiter wird sich hier wohlfühlen.“

Intel-Projekt mit Sonderstatus für Europa

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper: „Heute ist ein historischer Tag für uns.“

Haseloff: Alle europäischen Gelder werden aufgebraucht sein. Neben dem Bund und der Europäischen Union ist auch der Staat beteiligt. In Europa hat das Projekt einen Sonderstatus.

Alles, was Investoren erwarten können, sei getan worden, sagte der Premierminister.

Trump erklärte, dass ihm gesagt wurde, dass eine Website-Suche normalerweise drei Jahre dauert, aber hier dauerte es nur ein Jahr. Ein Gefühl von „das ist es, was du am meisten willst“.

Zehntausende neue Einwohner für Magdeburg und Umgebung

Trümper: In Magdeburg und Umgebung kommen zwischen 30 und 40.000 Einwohner hinzu. Dafür braucht es mehr Schulen und Kindertagesstätten, darunter auch spezielle englischsprachige Kindertagesstätten.
Infrastruktur und öffentlicher Verkehr müssen nun ausgebaut werden. Vielleicht ist es mit Intels Vergleich jetzt auch möglich, ICE-Züge in Magdeburg zu parken. Sie verlassen sich auch auf die Bundesregierung.

Auch der Magdeburger Hafen wird derzeit für 40 Millionen Euro ausgebaut.



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